Die .357 Magnum wurde 1934 von Elmer Keith, Phillip Sharpe und Douglas Wesson gemeinsam mit Smith & Wesson entwickelt. Sie war die erste «Magnum»-Patrone und setzte neue Massstäbe in Sachen Leistung bei Kurzwaffen. Die .357 Magnum entstand durch Verlängerung der .38 Special-Hülse und deutlich erhöhten Gasdruck.
Technische Daten
- Geschossdurchmesser: 9,07 mm (.357")
- Hülsenlänge: 32,77 mm
- Patronenlänge: 40,39 mm
- Geschossgewicht: 7,1–10,2 g (110–158 grain)
- Mündungsenergie: 700–900 J (aus 6"-Revolver)
- Mündungsgeschwindigkeit: 400–460 m/s
- Maximaler Gasdruck: 3.000 bar
Einsatzgebiete
Klassisches Revolverkaliber für Sport, Jagd (Reh, Fuchs) und Dienst. Im Revolversport das Standard-Wettkampfkaliber. Bei Jägern für Kurzwaffen-Jagd beliebt. In der Selbstverteidigung als besonders wirksam angesehen.
Verbreitung in der Schweiz
Im SSV-Revolversport die dominante Patrone. Typische Waffen: S&W 686, Ruger GP100, Colt Python. Preis: CHF 0.70–1.50/Schuss. Jeder .357 Magnum-Revolver kann auch günstigere .38 Special verschliessen — ideal zum Training.
Varianten
- FMJ: Vollmantel für Training
- JHP: Hohlspitz für Maximum-Performance
- Wadcutter: Flachkopf für Präzision auf 25m
- .38 Special: Kann in allen .357-Revolvern verwendet werden (kürzere Hülse, weniger Rückstoss)