Walther PPK — James Bonds Dienstwaffe
Die Walther PPK (Polizeipistole Kriminal) wurde 1931 als kompaktere Version der PP vorgestellt. Sie wurde weltberühmt als die Waffe von James Bond — Ian Fleming wählte sie 1962 auf Empfehlung des Waffenexperten Geoffrey Boothroyd.
Geschichte
Fritz Walther entwickelte 1929 die PP (Polizeipistole) als erste kommerziell erfolgreiche Selbstladepistole mit DA/SA-Abzug. 1931 folgte die PPK — 7mm kürzer und leichter, optimiert für Kriminalbeamte in Zivilkleidung. Im Zweiten Weltkrieg war sie die beliebteste Offizierspistole der Wehrmacht. Ab 1945 wurde sie weltweit von Geheimdiensten und Polizei eingesetzt. Die Produktion wechselte mehrfach: Zella-Mehlis (bis 1945), Manurhin in Frankreich (1952–1986), USA (Smith & Wesson/Interarms), und seit 2018 wieder bei Walther in Ulm.
Technische Daten
- Kaliber: 7,65mm Browning (.32 ACP), auch .380 ACP (9mm kurz)
- System: Einfacher Rückstosslader (Blowback), unbeweglicher Lauf
- Magazin: 7 Schuss (7,65mm), 6 Schuss (.380)
- Lauflänge: 83mm
- Gesamtlänge: 155mm
- Gewicht: 568g (leer, Stahl)
Besonderheiten
Die PPK war die erste kommerziell erfolgreiche DA/SA-Pistole mit Signalstift — einem Ladezustandsanzeiger, der anzeigt ob eine Patrone im Lauf ist. Das Ganzstahl-Design macht sie für ihre Grösse relativ schwer, was den Rückstoss dämpft. Der Griff ist mit dem Abzugsbügel verschweisst — ein Designmerkmal, das sofort erkennbar ist.
Varianten
- PP (Polizeipistole): Grössere Urversion von 1929
- PPK: Verkürzte Version ab 1931
- PPK/S: Hybrid mit PP-Griffstück und PPK-Schlitten (für US-Import)
- PPK/E: Moderne Neuauflage
Rechtsstatus Schweiz
Waffenerwerbsschein (WES) erforderlich.